Donnerstag, 19. Juni 2014

Auf der Wortwalz - in den Lokaljournalismus

Andere suchen per Crowdfunding fast eine Million Euro, um weltbewegenden Journalismus zu finanzieren. Den sie unter der bestimmenden Knute der Werbetreibenden und unter den einengenden Arbeitsbedingungen eines Medienbetriebs für nicht machbar halten. Jessica Schober, Absolventin der Deutschen Journalistenschule und seitdem freie Journalistin in München, braucht 142 Euro für ein erstes Zugticket nach Norden.

Jessica Schober
Die Illustration stammt von Alper Özer.
Jessica ist mit ihrer Aktion
im Netz auf Twitter @wortwalz
sowie unter wortwalz zu finden.
Dort beginnt ihre Wortwalz. So nennt sie eine Art Gesellenwanderung, die sie machen möchte, und zwar durch den Lokaljournalismus in Deutschland. Ohne Handy, ohne Laptop und ohne Geld für weitere Fahrten oder Hotelzimmer. Ihr sympathisches Ziel: Sie will "zeigen, wie wertvoll das Handwerk Lokaljournalismus ist, und dass die Zukunft des Journalismus gerade im Lokalen liegt". Für Kost und Logis möchte sie bei Lokalredaktionen anheuern und deren Tricks und Arbeitsweisen kennen lernen. Denn: Journalismus ist Handwerk, man kann es lernen, aber man muss es vor allem in der Praxis ausprobieren, schreibt sie auf der Aktionsseite Wortwalz.

Dort wird sie auch berichten, was sie gemacht, erfahren und gelernt hat. Sie schreibt: "Ich will wissen, wie es Praktiker im ganzen Land tatsächlich handhaben. Will Erlerntes auf seine Anwendbarkeit testen. Wie geht Datenjournalismus lokal? Schon mal Storify für eine Landrecherche benutzt? Wie sieht die Leser-Blatt-Bindung eigentlich beim Westfalen Blatt aus?"

Man kann Jessica Schober unterstützen - finanziell und mit Tipps, welche Lokalredaktion sie unbedingt besuchen soll. Wie das geht, steht hier. Und so wirbt sie auf Youtube selbst für ihr Projekt:


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