Sonntag, 1. Dezember 2013

Journalisten? Was der Fensterrentner sagt...

JessesMariaundJosef! (Im Advent ist so ein Einstieg sicher möglich.) Und ich hatte gedacht, wir kriegen es umme Ohren, wenn ich den Fensterrentner bitte, mal was über Journalisten zu schreiben. Und was liefert dieser Otto Redenkämper? Die perfekte Weihnachtssalbe für die geschundenen Journalistinnen- und Journalisten-Seelen. Hach. Danke dafür, proudly presented:


Otto sacht, wie et iss (auch in
seinem Blog Ottos Revier)
Von OTTO REDENKÄMPER (Fensterrenter)

Mein alter Kumpel Karlheinz hat mich gefragt, ob ich nicht einen Gastbeitrag über „Journalisten“ für sein Blog schreiben möchte. „Kein Thema“ hab ich gesagt und dann stand ich da. Über Journalisten an sich hatte ich so auch noch nicht nachgedacht und datt obwohl sie ja immer um einen rum sind. Ob du die Zeitung aufmachst, datt Internetz einschaltest oder in die Glotze guckst.
 
Und ich glaub, et gibt da irgendwo einen geheimen Journalistenkalender, wo wir alle nicht kennen. Da steht ganz genau drin, watt wann wie abgefeiert werden muss. Ab Herbst geht datt zum Beispiel so: „Winterreifen“, „Schneechaos“, „Grippeimpfung“, „Weihnachtsgeldvergleich“, „Umtauschregelungen“, „Todes-Silvesterknaller aus Polen“, „Tierseuche“, „Politikerskandal“, „Prominentenaffäre“.
 
Und zwischendurch gibt et dann noch astreine Regeln für den kleinen Mann. Aktuell sollen wir ja alle unsere Kohle komplett aus dem Fenster schmeißen, weil et ja keine Zinsen gibt. Da frag ich mich, wenn getz ne Oma mühsam 5.723 Euro unter ihr Kopfkissen gespart hat. Ob sie da getz 0,5 Prozent oder 5 Prozent Zinsen drauf kriegt, datt macht die Rheumasalbe auch nicht schärfer.
 
Und so gern ich die ganzen Quasselbuden in der Glotze gucke und Zeitungen lesen und mich über de Sportreporter ärgere, so genau weiß ich, datt ich an allererster Stelle immer mein gesunden Menschenverstand vertraue. Dann häng ich meinen Kopp aus dem Fenster, denk ein bissken nach und merke, datt die Welt doch noch nich so hart am untergehen dran ist, wie die Medienhysterie uns datt erzählen will. 
 
Aber wenn du die paar Zeitungsseiten oder Sendeminuten mal zur Seite läßt, wo sich nur um Hysterie drehen, dann kannst du dich wirklich tip top über alles informieren und bekommst, dank unsere Journalisten, richtig was an Informationen und Wissen in die Birne gefeuert. Und dafür möchte ich an diese Stelle mal allen ein herzlichet Dankeschön sagen, von den Journalisten, die direkt aus und über unsern Ruhrpott berichten, über die Sportreporter, die mal gucken, wie so eine WM-Vergabe wirklich abläuft, bis zu den Medienleuten, die den hohen Damen und Herren in Politik und Wirtschaft auf die Finger gucken und uns darüber berichten. Ich find datt toll watt ihr macht und lese, gucke und höre euch immer gerne!
 
Glück auf!
 
Euern Otto

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