Samstag, 26. Oktober 2013

Protest gegen das Redaktionssterben

Die Protest- und Kondolenz-Planen lagen noch gar nicht richtig am Boden,
schon entwickelten sich Diskussionen zwischen den Journalisten und
interessierten Dorstener Bürgern. Foto: Karlheinz Stannies
Das war eine gute Aktion gegen das Sterben von Lokalredaktionen und für Meinungs- und Medienvielfalt auch vor Ort.

Mitten im Markttrubel legte der DJV in der Dorstener Innenstadt große orange-farbene Planen aus. Für den Protest gegen das Aus für die WAZ in Dorsten und zum Eintragen in die "Kondolenz-Liste". Viele Bürger unterschrieben. Diskutierten mit. Schimpften mit. Werden ihre Lokalzeitung vermissen.

Die Lokalredaktion wird zum Monatsende geschlossen - das nächste Opfer der WAZ-Axt. Die Funke-Gruppe redet von "lokaler Offensive", meint aber damit wohl: Attacke gegen das Lokale. In Dorsten wird die größere Lokalzeitung aufgegeben, die kleinere bleibt - nunmehr als Meinungsmonopolistin.

Wir-trauern-Transparente.
Foto: Karlheinz Stannies
In Dorsten mit dabei: eine DGB-Delegation aus Castrop-Rauxel. Dort wird die WAZ/WR-Ausgabe ab November zur Mogelpackung: Die Funke-Gruppe macht die eigene Lokalredaktion dicht - und kauft den Lokalteil der Ruhr Nachrichten. Castrop-Rauxeler haben künftig lokal keine Wahl mehr. Die SPD dort will am letzten Erscheinungstag eine Traueranzeige schalten.

Der DJV NRW berichtet hier über die gelungene Aktion: "Leser erschüttert".

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