Dienstag, 2. April 2013

Scoopshots und Arschtritte

Leser-Blatt-Bindung ist was Wunderbares. Das muss sich auch der WAZ-Fotopool gedacht haben. Kaum fragte man sich, wie die zentralen Fotobeschaffer der Funke-Gruppe ihre Zeitungen und das Internet überhaupt noch bebildern wollen, wenn nach dem Willen der Eigentümer (Frau Grotkamp und Konsorten) und der Geschäftsführung jede(r) zweite Fotograf(in) - 20 von 41, nach zum Teil vielen treuen Jahren - einen rendite-gezielten Arschtritt bekommen hat, siehe hier. Schon hat Newmedia-Chef Oliver Multhaup, stets so flexibel wie gewünscht, eine Lösung parat: Scoopshot.

Pottblogger Jens Matheuszik hat es hier erklärt: Mit Hilfe der App Scoopshot sollen Leserinnen und Leser künftig die Lücken füllen, sprich: Handy-Fotos machen und der WAZ zum Kauf (!) anbieten.

Reden wir mal ausnahmsweise nicht von Qualität. Die zählt bei Funkes anscheinend nicht mehr. Reden wir nur mal kurz vom Geld: Für Straßenschäden-Bilder gibt's zum Beispiel 20 Euro - und damit mehr als die meisten hauptberuflichen freien Fotografen bundesweit von ihren Tageszeitungen erhalten, siehe hierhier oder hier.

Übrigens: Für die bald Gefeuerten und alle anderen Profis hat Oliver Multhaup einen Trost bereit. Sie könnten sich ja Scoopshot Pro runterladen - und bekämen dann vielleicht sogar Aufträge von der WAZ.

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