Dienstag, 12. Februar 2013

Rücktritt... habebamus papam

Karikatur: Berndt A. Skott
Das hat sich seit zighundert Jahren keiner getraut: Der deutsche Papst macht es. Benedikt XVI hat versprochen, zum Monatsende zurückzutreten. Die Reaktionen in den Medien sind unterschiedlich. Es gab viel Verständnis für den alten Mann aus Bayern, aber natürlich auch jede Menge Kritik - von "Gut, dass dieser Papst endlich weg ist" in der taz bis "Mein Gott, was für eine Pfeife" bei den Ruhrbaronen.

Den katholischen Rant von Baron Georg Kontekakis - viele halten ihn für Satire, also den Text - kommentierte der Kollege Thomas Schweres, den ich kürzlich in Dortmund traf, im Blog so: "Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das als Satire gemeint war. Wenn wir es mal als ernsthaften Beitrag lesen, ist es erstaunlich. Weil sich selten ein Autor und ein Medium trauen, so eine dezidierte (Minder-)Meinung zu veröffentlichen. Egal, ob ich sie jetzt teile oder nicht – ich finde es erfrischend, mal etwas lesen zu können, das so abseits vom mainstream ist."
Karikatur: Heiko Sakurai

Und was machen meine Lieblinge, die Karikaturisten, aus dem Rücktritt? Berndt A. Skott aus Düsseldorf sieht über der verlassenen Herde des Hirten viele Fragezeichen, Heiko Sakurai aus Köln gibt zu Protokoll: "Der progressivste Akt seiner gesamten Amtszeit".

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